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Hauch an Erinnerung

Posted on 25. September 2022 by Cassyhopya

Versuchen Sie einmal, eine Erinnerung, von einem Abend bis zum nächsten fest zu halten. Genau so lebendig, wie Sie sie eingefangen, aufgenommen haben, flüssig zu halten. Mit etwas Übung ist dies theoretisch möglich. Je nachdem wie wichtig, wie bedeutend, wie nahe gehend, fällt dies leichter, da es im Innern mit den entsprechenden Emotionen verbunden ist. Dazu kommen dann die schönen, manchmal schnöden und auch nervigen Einflüsse, die mancher einfach als Leben bezeichnen würde. Als den Trott, in dem wir Menschen nun mal gefangen sind. Ein Spaziergang durch die Stadt mit offenen Sinnen und Ihnen begegnen als erstes Gesprächsfetzen in jeder Facette. Manchmal aufgeregt, manchmal ruhig und betörend. Ein anderes Mal dagegen erheitert im Sing Sang eines Gelächters. Man nehme die Miene dazu, die Augen sprechen zu meist von alleine und sogleich kommt ein nächster Hauch der Geschichte eines fremden Lebens, das Sie nur in Sekunden streiften, dazu. Die Haltung, die Gestik, der Blick und die Miene. Im Strom durch den Bahnhof, auf dem Weg in die Stadt an einem Geldwochenende, ließe sich so ein Buch aus Schicksalen, aus Leben, aus Momenten schreiben, dass nur einen Schnappschuss der Stadt, eines Weges, eines kurzen Momentes einfängt. Und doch wäre es so mitunter an die 400 Seiten lang. So verlangt unser Alltag als Erstes das Vergessen, das Übersehen, das Wegsehen und vor allem die Ausblendung, das Ignorieren. Ihr Unterbewusstes, die gerade nicht bewusste Wahrnehmung, macht dies von alleine, würde sie sonst im Wust der empfangenen Emotionen einfach explodieren, an fast nur unnützen Informationen überschüttet werden. Wenn Sie wollen, probieren Sie es einfach mal auf. Fangen Sie auf, nehmen Sie auf, jeden Eindruck, jeden Gesprächsfetzen, jedes Bild und vielleicht noch die Miene, die Emotionen verewigt. Einmal und dann mit Sicherheit nie wieder, das verspreche ich Ihnen. Automatisiert blenden wir aus und sehen gar nichts erst, der altbekannte Tunnelblick hat so seinen eigenen Sinn.

Tja und neben dem Allem dann, steht die eine schöne Erinnerung, die Sie wie am Anfang beschrieben, fast schon egoistisch beschrieben, festhalten sollen. Ein Unding, eine Unmöglichkeit. Nach Stunden schon werden Sie bemerken, dass Sie es gerade vergessen haben, was Sie vorne festhalten wollten. Es begann zu versinken, in Vergangenheit in den Stübchen Ihres Gehirnes, das für das Alte zuständig ist. Gut, dass wir Kameras haben, Smartphones und etliches Andere, dass nicht unsere Gefühle, aber mitunter das Bild einfängt, an das wir dann ebenso unbewusst eine Emotion ketten können.

Ich als Schreiberling habe es da manchmal etwas leichter. Ich setze mich hin, beschwöre auf und male den Moment einfach neu. So fixiert meine Gabe, meine Schreibe und ebenso meine Fantasie einen Teil der Erinnerung, die ich für würdig erachte. Sie dann, dürfen sie für mich noch einmal erleben und sie bekommt unter Umständen eine eigene Bedeutung im neuen Erleben und wird zu ihrer Erinnerung. Praktisch, schön, einfach und ein Hauch an Kunst, wenn das gelingt.

So kann ich Ihnen den blauen Himmel des gerade verstrichenen Sommertages malen. Wir wünschten uns eine Brise, um die drückende Luft etwas auf zu frischen. Aber neben uns das kalte Nass des breiten Flusses Rhein, gibt uns die Hoffnung einer Abkühlung. Der Ort ist egal, die Zeit mit Sicherheit zur Mittagsstunde. Wir nehmen Platz am Strand, im Sand, schmeißen den nervigen Kieselstein zur Seite, der beschlossen hatte uns zu ärgern. Vielleicht sind wir alleine, um den Gedanken zu folgen, die uns ärgern. Vielleicht auch zu zweit mit einem Stück unseres Herzens in einem anderen Körper, vielleicht auch simpel der beste Freund. Dies entscheiden sie, dies haben Sie bereits gewählt und die Gegenwart hat so nur Ihre Vorstellung gemalt. Wir ärgern uns nicht an den Mücken, den kleinen Fliegen, die im Mantel der Natur sicher ihren eigenen Sinn haben. Ebenso wenig stört uns die Familie einige Meter zur rechten, die gerade ihr plärrendes Kleines zur Ruhe bringt. Wir sind hier, in diesem Moment, diesem Augenblick einen Hauch einer Erinnerung. Angeregt unterhalten wir uns oder schließen in Ruhe, im Frieden des sonst stillen Ortes die Augen und lauschen den Wellen des Flusses. Im Auf und ab schlagen und strömen sie an den Strand, geben das Rauschen dazu, welches das vorbei tuckerne Schiff auslöst. So vergehen Stunden, so vergehen Minuten und eine eigene Erinnerung wird geboren.

In Stunden bereits werden Sie vergessen. Es bleiben nur Sekunden erhalten. Ein Vakuum gibt es leider nicht, nur den Verfall der vorbei tosenden Welt, die unter allen Umständen ihren Lärm und ihre Aufregung in uns schicken will. Sie will ablenken, von dem was war. Will aufschieben, was im Takte der Uhr nur jetzt wichtig erscheint. Und im Ab und an, da will sie nur ändern, umlenken oder verhindern, ob nun bewusst oder auch unbewusst. So ist der Takt der Zeit, einer Welt und einer Stadt, die immer schneller läuft. Wir können uns nicht beschweren, nicht meckern, denn ebenso sind auch wir nur Teile dieser Maschine, die am Laufen hält. Aber mitunter, da blicken wir schockiert auf die leeren Hände, die die Zeit von unseren Erinnerungen stiehlt. So müssen und mussten wir Dinge erschaffen um zu erhalten, um einzufrieren, wenn auch leblos. In hochauflösenden Bildern, in animierten Videos, damit auf dann alles sich in der Hetze der Zeit weiter bewegt.

Und dennoch, eine Erinnerung ist eine Erinnerung. Und nichts sonst, wird es damit aufnehmen können. Die Umstände, das eigene Geglaubte, vielleicht auch momentanes Bewusstsein, malen jeden Moment so einzigartig, wie man ihn nur einmal erleben kann. Vielleicht, eines Tages, fesseln wir unsere Erinnerungen genau aus dem Gehirn. Transferieren alles so heraus, dass ein Anderer sie betreten kann, sie erleben und fühlen kann, so wie nur wir alleine. Ein Hauch an virtueller Realität, wer weiß das schon?

So lange, halten wir fest, was wir nur verlieren werden. Blenden aus, hören weg, gucken weg um unser eigenes Bewusstsein noch in geraden Bahnen halten zu können. Keine Kritik, keine Schwarzmalerei wie ich hoffe. Nur ein Hauch meiner Schreiberei, die manch zu offenem Sinn folgt, mehr ist da eben nicht.

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