Wir sind alle Unikate der eigenen Entwicklung. Nie wieder wird es oder hat es genau so ein Wesen wie uns selber geben. Dabei ist natürlich nicht die physische Begebenheit gemeint, sondern die psychische. Wie wir uns entwickelt haben, welche Entscheidungen wir zur eigenen Zeit getroffen haben, eins links liegen gelassen haben und uns dem Nächsten zugewendet haben, das hat etwas erschaffen, das man getrost auch als eigene Art des Kunstwerkes bezeichnen kann.
Das witzige ist jetzt, das genau dies auch für jedes einzelne Individuum da draußen gilt. Ist diese Einzigartigkeit also in dem Sinne nichts Besonderes mehr? Für uns persönlich ganz sicher aber von weit oben betrachtet? Wenn jedes Sandkorn am Strand einzigartig ist, so wird man den Strand im Ganzen dennoch betrachten und nicht jedes Sandkorn einzeln. Bei zu viel Eindrücken selektiert unser Gehirn und vereint Gemeinsamkeiten um nicht überfordert zu werden. Das heißt, wir betrachten die Welt von oben. Aber da steht unser Gehirn im Kontrast zu unserem Erleben. Denn leben tun wir in der Unbedeutigkeit einer Masse. Als einer unter vielen. Und nur der Fokus auf die kleinen Dinge lässt uns leben, wahrhaft erleben.
Das war etwas Theorie, die genau im Umkehrschluss die Botschaft des Artikels malt. Wir können von Außen in der Theorie beleuchten und analysieren um zu verstehen, um nicht fremdgesteuert durch diese Welt zu eilen. Aber Leben in seiner Essenz braucht das simple Erleben, das Fühlen, das Eintauchen auch in Kleinigkeiten. Und so findet únsere Einzigartigkeit der Entwicklung seine Befreiung im Grau der Masse in der es sich in Kleinigkeiten verliert um authentisches Erleben machen zu dürfen und den eigenen Sinn zu erleben, den es alleine sich selber gibt. Theorie und Denkerei, die Sinn als auch nicht sich selber definiert und im schreibenden Moment sich selber gebiert.
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