Ich sitze hier an meinem Laptop, betrachte das weiße Blatt mit dem blinkenden Cursor darauf. Ein Neuanfang zu jedem beginnenden Tag. Das Tor zur Allmöglichkeit. Alles darf sich bilden, erschaffen werden und das Portal an den Horizont eigener Möglichkeiten eröffnen. So eine Last, so ein frei fliegender Fall, die pure Freiheit alles zu dürfen, nichts zu müssen. Welche Entscheidung trifft man als Erstes? Welches eigene Potential soll geschürt werden? Welche Abzweigung des eigenen Pfades übersieht man extra, als wäre sie nie da gewesen? Die Menschen, die einem phasenweise begegnen. Welche nimmt man mit in die ungewisse Zukunft? Welche werden bleiben als Rückhalt, als unüberwindbare Stärke, auch wenn sie keinen Nutzen von uns ziehen können? Fragen über Fragen, die ihren Heil im Denken der Gedanken finden. Denn was auch immer ich im grübelden Verstand mir als Möglichkeit eröffnen möge, die Gegenwart, die einmal meine Zukunft war, schreibt die Realität, die momentan existieren möge, um. So ist dem Denken der Gedanken nichts weiter als ein Lückenfüller. Man will etwas machen, kann aber in der Realität nichts bewegen und so zermartert man sich das Gehirn, bleibt in verstandlicher Bewegung ohne etwas wirklich zu verändern. Aber können wir anders? Wir haben das Gehirn, damit es genutzt wird. Und ehe man sich versieht, huschen Wahrscheinlichkeiten, Variablen der Realität durch unser inneres Auge. Nichts zu sehen wollen, bedeutet auch das Gehirn auszuschalten, was an für sich ein Niemand nur kann, also keiner. Deswegen halten wir die Gehirnzellen in Bewegung, finden unseren Frieden in der momentanen Flüssigkeit eines beweglichen Innern. Was kommt, das kommt sowieso. Ob wir uns jetzt das Gehirn zermartern oder eben auch nicht.
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