Leise blinkend ermahnt der Cursor mich, ein Wort und auch Zeilen auf die leere OpenOffice Seite zu tippen. Wie eine Aufgabe, die es heute zu erledigen gilt. Ich will es auch, will mich wieder täglich in Worten ergießen, um so etwas wie eine Gewohnheit daraus bilden zu können. Für die eigene geistliche Weiterentwicklung als auch dass mein Blog belebt, mit fühlenden und malenden Worten gefüllt wird und weiter wächst und wächst und wächst. Ich suche in meinem Verstand nach einer Wahrheit, nach einer Erkenntnis, nach Wissen. Das ich teilen kann und das den Wert besitzt, um eines Artikels würdig zu sein. Ironisch an diesem Umstand ist aber, dass ich beginnen muss zu schreiben, dass sich Wahrheit und Erkenntnis manifestieren kann. Sich bildet Satz um Satz und so selber sich der Existenz ermächtigt. Und so beginne ich zu malen, zu zeichnen, Satz um Satz, Zeile um Zeile und sehe wie das Unikat der Sekunde, des Momentes sich fast schon selber malt.

Es war schon immer leichter, etwas Neues zu erschaffen, neu anzufangen in egal welchem Bereich, als sich mit Dingen und Umständen zu befassen, die schon länger existieren und schon eine Gesetzmäßigkeit im Selbst manifestiert haben. Denn in der neuen Umgebung dürfen wir lernen und das Unbekannte vielleicht sogar erfassen und bilden ein Selbst, dass diesem Raum angepasst existieren darf. Während es schwerer ist eine Gewohnheit, die vielleicht sogar schon Jahre und Jahrzehnte existiert, zu verändern. Wir haben das Tun über Jahre hinweg eingewöhnt und es erfordert willentliche Kontrolle und Selbstbeobachtung unter dem scharfen Auge des Richters über ein Selbst um Gewohnheiten zu entdecken, die vielleicht falsch sein mögen und Veränderung, willentliches Umlenken erfordern. Deswegen wechseln so viele ihre Partner auch wie die Socken. Denn jedes Mal bekommt man mit einem Neuanfang eine neue Chance, es besser zu machen, als vorher bereits. Die Wahrheit des Lebens ist aber, dass wir so lange eine Lektion präsentiert bekommen, bis wir sie verinnerlicht und erfolgreich assimiliert haben. Deswegen ist es fast egal, wohin wir gehen oder wo wir neu anfangen. Unsere Lektionen bleiben die gleichen, bis wir aus ihnen und in ihnen gelernt haben, was man uns beibringen will. Wer uns etwas beibringen will? Vielleicht ist es so wie mit dem Puzzle. Jedes Teil passt sich die Wirklichkeit so an, dass sich ein Bild füllt, das Lücken ausfüllt und ein Gesamtbild ergibt. Unbewusst rufen wir Umstände hervor, die unserem Innern gerecht die Lektion bereithält, die wir noch brauchen. So sind wir selber die Erschaffer unserer Wirklichkeit und Realität. Das Umfeld, das uns die eine oder andere Lektion und Aufgabe stellt. Denn der Geist und die Seele wollen über die Jahre wachsen und zu einem gereiften Selbst heranwachsen. Das beginnt in frühen Jahren aber auch im mittleren oder noch weiteren Alter. Wir lernen nie aus, wollen es nicht, können es nicht. Und selbst wenn wir tausend Jahre leben würden, würden wir noch im 999. Lebensjahr Lektionen uns selber stellen, gestellt bekommen. Das ist eine Wahrheit, die ich über die Jahre begriffen habe. Denn die Seele und ihre Freiheit bedeutet, dass man erst Regeln kennenlernen muss und Gesetzmäßigkeiten, bis man die Freiheit erst ganz ergreifen kann. Und es dürstet insgeheim das Innerste nach der Freiheit, die alles ermöglichen kann. Ein insgeheimer Wunsch, der das Ich antreibt. Deswegen wollen ja so Viele das schnelle Geld, weil sie glauben, das ermögliche die Freiheit, die sie suchen. Dabei ist es nur materiell und es macht keinen Unterschied für das Selbst und seine Möglichkeiten ob man viel oder wenig Geld besitzt. Sicher eröffnet viel Geld auch viele Möglichkeiten. Aber das Level auf dem man agiert wird immer in Kinderschuhen verbleiben, wenn man sich nicht weiterentwickelt hat. Man vergleiche ein Kind oder ein gereifter Erwachsener mit 1000 Euro. Was würde ein Jeder sich davon kaufen? Das Kind Süßigkeiten und Spielzeug, das der momentanen Befriedigung dient. Der Erwachsene vielleicht einen Laptop oder Computer, der einem auch auf lange Zeit dienen wird und Potential für noch höheres Erschaffen in der Zukunft ermöglichen kann.

Dieses Beispiel zeigt uns, dass Weiterentwicklung essentiell ist. Für das Potential, das wir in Zukunft erreichen können und die Möglichkeiten eine wahre Freiheit begreifen und ergreifen zu können. Aber um eines müssen wir uns keine Sorgen machen: Die Seele und das Selbst wollen sich weiterentwickeln und reifen und werden uns Aufgabe um Aufgabe stellen, bis wir uns vielleicht sogar gegen Widerstände behaupten und das lernen und verinnerlichen, was für uns alleine jetzt wichtig ist.


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Von Cassyhopya

Als Blogger, Schriftsteller und kreative Seele lebe ich für die Freiheit des Geistes. Ich glaube, dass wahre Freiheit in der grenzenlosen Entfaltung unserer Gedanken und Ideen liegt. Diese Überzeugung treibt mich an, alles Wissen, das ich finde, zu teilen – sei es durch Worte, Bilder oder andere kreative Ausdrucksformen. Denn Wissen ist ein Fluss, der fließen muss, um zu nähren und zu wachsen.

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